B-06

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Titel Bildungsnotstand durch fehlende Lehrer*innen

AntragstellerInnen KV Viersen

Veranstaltung(en) I/2019

Empfehlung der Antragskommission

Der Landesparteitag möge beschließen:

Bildungsnotstand durch fehlende Lehrer*innen

Die NRWSPD fordert den sofortigen Einsatz aller verantwortlichen Stellen um den Bildungsnotstand zu bekämpfen und (auch kurzfristig) zusätzliche Stellen für Lehrer*innen zu schaffen.

 

Es muss gefordert werden, dass langfristig die Zahl der Studienplätze und Vorbereitungsdienste erhöht wird. Kurzfristig müssen Extramaßnahmen ergriffen werden, wenn notwendig mit Crashkursen für Qualifizierte ohne Lehramtsausbildung. In den Schulen brauchen die Kollegen, die sie ausbilden, mehr Zeit.

Quereinsteiger könnten also Abhilfe schaffen. Mit einer Qualifikation in u.a. Psychologie oder Kindheitspädagogik sind gute Voraussetzungen gegeben, fachliche Qualifikation muss im praktischen Einsatz nachgebessert werden. Das Gleiche gilt für Naturwissenschaftler, Techniker oder Geisteswissenschaftler.

Begründung

Zum Start jeden neuen Schuljahres fehlen bundesweit Lehrer*innen. "Wir überlegen, ob wir über den Begriff Bildungsnotstand sprechen", sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe im Interview. Den Landesregierungen und der Kultusministerkonferenz muss man vorwerfen, ihre Aufgaben nicht ausreichend koordiniert zu haben - auch vor dem Hintergrund der Pensionierungswelle.

 

Bundesweit fehlen nun Tausende Lehrkräfte. In Sachsen ist mehr als die Hälfte der neu eingestellten Kollegen ohne pädagogische Ausbildung, auch in Berlin haben mehr als tausend Kolleg*innen keine Lehrerausbildung gemacht. Selbst in Baden-Württemberg gibt es viel zu wenige Lehrer*innen.

 

Es bleibt keine Zeit, ausschließlich auf Konzepte zu setzen, die erst mit einigen Jahren Verzug ihre Wirkung entfalten können.

Empfehlung der Antragskommission