G-04

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Titel Pflegeberufegesetz

AntragstellerInnen ASG NRW

Veranstaltung(en) I/2019

Empfehlung der Antragskommission

Der Landesparteitag möge beschließen:

Pflegeberufegesetz

Der Landesparteitag fordert die Mitglieder der Landtagsfraktion auf, sich gegen eine Reduzierung des Lehrer-Ausbildungsplatzverhältnisses unter das im Pflegeberufegesetz geforderte Verhältnis von 1:20 einzusetzen.

Begründung

Im neuen Pflegeberufegesetz wird gefordert, dass ein hauptberuflicher Lehrer für zwanzig Ausbildungsplätze zur Verfügung steht. Aufgrund eines Mangels an entsprechend qualifizierten Pflegepädagogen, will die Landesregierung dieses Lehrer-Ausbildungsplatzverhältnis für 10 Jahre auf 1:25 absenken, um die Schließung von Pflegeschulen zu vermeiden.

Bedenkt man, dass durch die Einführung der generalistischen Ausbildung die Anforderungen an die Unterrichtskräfte und die Auszubildenden steigen werden, wird deutlich, dass eine solche Absenkung der Ausbildungsbedingungen nur zu Lasten der Qualität gehen kann.

Dieses ist aus unserer Sicht nicht hinnehmbar.

 

Da die anderen Bundesländer sehr wahrscheinlich das geforderte Lehrer-Ausbildungsplatzverhältnis von 1:20 umsetzen werden, besteht das Risiko, dass die in NRW studierenden Pflegepädagogen nach Abschluss ihres Studiums in ein anderes Bundesland wechseln, um dort unter besseren Bedingungen ihre Arbeit aufzunehmen.

Somit werden auch in 10 Jahren nicht genügend Pflegepädagogen in NRW zur Verfügung stehen.

Ähnliches ist auch bei den Auszubildenden zu befürchten. Zumindest diejenigen, die aufgrund räumlicher Nähe die Möglichkeit haben in einem anderen Bundesland ihre Ausbildung machen zu können, werden sich aufgrund der dann für sie besseren Ausbildungsbedingungen auch dafür entscheiden. Ob diese dann nach Abschluss ihrer Ausbildung wieder zurück nach NRW kommen erscheint fraglich.

 

Die geplante Reduzierung führt auch zu einer Bestrafung der Pflegeschulen, die sich personell bereits auf eine Relation von 1:20 eingestellt hatten. Eine 100% Refinanzierung der Personalkosten an diesen Pflegeschulen muss sichergestellt werden.

 

Statt die Ausbildungsqualität zu verschlechtern wie es die Landesregierung plant, müssen die nächsten Jahre dazu genutzt werden, die Zahl der Pflegepädagogikstudenten entsprechend zu steigern.

Dazu gehört neben einer definitiven Finanzierungszusage des Landes für die geplante Erhöhung der Studienplätze an den Hochschulen auch die weitere Neugründung entsprechender Studiengänge.

Empfehlung der Antragskommission