Ä- zum L-01

Wir wollen eine vegetarisch-nachhaltige Lebensweise fördern, inkl. vegetarischer Speiseangebote in KITAS, Schulen und landeeigenen Kantinen

Begründung:

 

Unsere gegenwärtigen Ernährungssysteme stellen eine der größten Herausforderungen für unseren Planeten und das Fortbestehen der Menschheit auf der Erde dar. Wir müssen als Mitverursacher der globalen Ernährungskrise jetzt handeln und mit ernährungspolitischen Konzepten den Wandel mitgestalten.

Laut einer Studie der Universität Oxford[1] könnte es bei einer weltweit vegetarischen Ernährung gut sieben Millionen weniger Tote jährlich bis 2050 geben. Die Sterberate sänke um etwa sieben Prozent. Denn wer kein Fleisch, dafür aber mehr Obst und Gemüse isst, leidet seltener an Übergewicht und Herzkrankheiten. Zwei Drittel weniger Treibhausgase gelangten aus der Nahrungsmittelproduktion in die Atmosphäre. Denn ein Viertel der gesamten Treibhausgasemissionen geht auf das Nahrungskonto. Laut Studie wären beide Effekte zusammen auch volkswirtschaftlich rentabel: Knapp 1,5 Billiarden US-Dollar könnten bei der Krankenversorgung und den Kosten für Klimafolgeschäden eingespart werden.

In einer aktuellen Studie des WWF[2] zeigt sich, wie sich verschiedene Ernährungsweisen auf unseren Flächenbedarf auswirken: Bei vegetarischer Ernährung würde sich unser Flächenbedarf um 46 % reduzieren, bei veganer Ernährung um fast 50 % und bei einer flexitarischen Ernährung immerhin um 18 %. Analog dazu nähmen auch die ernährungsbedingten Treibhausgas-Emissionen deutlich ab. Circa 25 % des Klimafußabdrucks einer durchschnittlichen, in Deutschland lebenden Person entfällt auf ihre Ernährung. Den größten Anteil davon (69 %) machen tierliche Produkte aus.

Wir werden die Klimaziele nicht ohne eine klimafreundlichere Landwirtschaft und eine Veränderung unserer Ernährungsgewohnheiten erreichen. Eine politische Unterstützung einer vegetarisch-veganen Lebensweise dient dem Tierschutz und einer nachhaltigen Ernährungs- und Agrarwirtschaft. Die Förderung vegetarisch-veganer Angebote in der Gemeinschaftsverpflegung wird dazu beitragen, Umwelt, Klima und unsere Gesundheit zu schützen.

 

[1] Quelle: https://www.pnas.org/content/113/15/4146

[2] Quelle: https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/kulinarische-kompass-klima.pdf

Empfehlung der Antragskommission:
Ablehnung
Version der Antragskommission:

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