Ä-1872 zum L-01

Ersetze Zeilen 1872-1887 durch:

 

Wir wollen ein Projekt aus unserem Nachbarland Rheinland-Pfalz übernehmen und speziell und fachübergreifend ausgebildete Fachkräfte als „Gemeindeschwestern“ einsetzen. Die Fachkraft soll die Menschen nach vorheriger Anmeldung zuhause besuchen und individuell beraten. Das neue Angebot soll Beratung zur hauswirtschaftlichen und gesundheitlichen Versorgung, zur Wohnsituation, Möglichkeiten der Mobilität und Pflege von Kontakten umfassen. Dazu soll aber auch die Vermittlung gut erreichbarer Teilhabeangebote wie Seniorentreffen, Veranstaltungen und Bewegungskurse gehören. Wo solche Angebote weniger stark vorhanden sind, sollen die Fachkräfte diese auch anregen. Das schafft einen weiteren Baustein für die Entwicklung gesundheits- und selbstständigkeitsfördernder Angebote in den Kommunen.

Begründung:

 

Im Endbericht der wissenschaftlichen Begleitung zur „Implementierungsphase“ des Modellprojekts Gemeindeschwester Plus des Landes Rheinland-Pfalz durch das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. wird auf die Schwäche des Begriffes „Gemeindeschwester“ hingewiesen. Diese sei, dass der Begriff ein veraltetes und stark kirchlich bestimmtes Bild der Fachkräfte und der Trägerschaft des Projektes vermittle. Außerdem vermittle der Begriff, dass Männer vom Tätigkeitsfeld ausgeschlossen seien.[1]

 

Aus diesen Gründen möchten wir den Begriff „Gemeindeschwester“ in Anführungszeichen setzen, um den Charakter als Modellbezeichnung hervorzuheben. Des Weiteren möchten wir, dass in den nachfolgenden Zeilen von Fachkräften gesprochen wird, um das veraltete kirchlich geprägte Bild loszuwerden und die fachliche Ausbildung in den Vordergrund zu rücken.

 

[1]https://mastd.rlp.de/fileadmin/msagd/Aeltere_Menschen/AM_Dokumente/Bericht_zur_Implementierungsphase_des_Modellprojekts_Gemeindeschwesterplus_in_RLP.pdf, S. 14

Empfehlung der Antragskommission:
Übernommen in Neufassung der Antragskommission zu L-01 REGIERUNGSPROGRAMM