Ä-3652 zum L-01

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Wir werden Menschen jeden Alters das Recht auf einen Freiwilligendienst einräumen. Wir werden das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) – und das Freiwillige ökologische Jahr – angemessen mit einer Landesförderung unterstützen und die Fördersätze auf das Niveau des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) anheben. Um Menschen, die einen Freiwilligendienst absolvieren, noch stärker die Wertschätzung der Gesellschaft zu zeigen, werden wir die kostenlose Nutzung aller Verkehrsmittel im ÖPNV in NRW ermöglichen.

Begründung:

 

Freiwilligendienste sind nicht nur ein wesentlicher Gewinn für das bürgerschaftliche Engagement und die Stärkung der Demokratie. Freiwilligendienste tragen auch in einem hohen Maße dazu bei, dem gegenwärtigen und zukünftigen Fachkräftemangel im sozialen Bereich entgegenzuwirken – vor allem im Pflegebereich und in den erzieherischen Berufen. Für unsere Einrichtungen wie KiTas, OGS, im pflegerischen Bereich und in der Jugendhilfe sind die Freiwilligendienstleistenden eine sehr große Unterstützung. Außerdem zeigen Auswertungen aus unserem Haus eine hohe Bindewirkung („Klebeeffekte“): Nach Abschluss des Freiwilligendienstes beginnen zwischen 30 bis 50 Prozent der Absolvent*innen eine Ausbildung bei einem diakonischen Träger oder Studium im Sozialen Bereich. Gerade für junge Menschen mit schwierigem ökonomischem Hintergrund sind die Hürden für einen Freiwilligendienst sehr hoch. Bessere finanzielle Anreize könnten dabei helfen, diese Hürden abzubauen.

Empfehlung der Antragskommission:
Übernommen in Neufassung der Antragskommission zu L-01 REGIERUNGSPROGRAMM